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Eine Frage der Perspektive

Bitte recht freundlich: Kameras im Vergleich

Eine Frage der Perspektive

Bitte recht freundlich: Kameras im Vergleich

Seit Smartphones immer besser fotografieren, stellt sich die Frage: Wer braucht noch einen Fotoapparat? Es gibt nach wie vor große Unterschiede und hochwertige Kameras sind beliebt.

Sie bilden Momentaufnahmen des Lebens ab. Schnelle Schnappschüsse, die quasi in Echtzeit mit Familie und Freunden geteilt werden können. Egal ob im Urlaub, auf einem Meeting oder bei einer komischen Begegnung auf der Straße: Das Leben wird so dokumentiert, wie es passiert. Je besser die Smartphone-Kamera ist, desto mehr Bilder werden mit ihr geschossen. Unter den Smartphone-Herstellern scheint hier ein regelrechter Kampf um die beste Qualität ausgebrochen zu sein. Samsung brachte mit dem Galaxy S4 Zoom ein Smartphone auf den Markt, das mit einer 16-Megapixel-Kamera und zehnfach optischem Zoom ausgestattet ist. Das Nokia 808 PureView verfügt über einen 41-Megapixel-Sensor, und Apple hat ein Patent auf eine neue Kamera mit drei Sensoren angemeldet. Es stellt sich die Frage: Wer braucht noch einen Fotoapparat?

Foto: Martin Rehm
Fotoapparate

Foto: Martin Rehm

Fotoapparate

Foto: Martin Rehm

• Schickes, edles Gehäuse
• Unkomplizierte Bedienung
• Kultfaktor
• Gute Bildqualität
• Auflösung für heutige Verhältnisse (10 MP) in Ordnung
• Wechselobjektivsystem

Eine Allround-Kamera für den anspruchsvollen und
trendbewussten Nutzer.

Der Bildsensor macht den Unterschied

Zwar ist die Bildqualität einer Smartphone-Kamera inzwischen recht gut, ihre Leistung bleibt jedoch begrenzt, wie ­Constanze Clauß, Pressesprecherin Photoindustrie-Verband, weiß: „Mit einem Smartphone sind schnell Grenzen erreicht. Es wird nicht die Ergebnisse einer hochwertigen Kompakt­kamera erreichen, denn die Optik ist nicht gut genug. Die Optik braucht Platz.“ Der Bildsensor einer Spiegelreflexkamera ist beispielsweise 20 bis 30 Mal größer und fängt entsprechend mehr Licht ein. Darüber hinaus gibt Constanze Clauß zu bedenken, dass die Bilder beim Smartphone leichter verkanten würden, da der Auslöser häufig über das Display betätigt werde. Aufnahmen wie etwa die eines Meereshorizonts können dadurch leicht schief wirken. Eine Absage an die Smartphone-Fotografie? „Auf keinen Fall“, findet sie. „Die Frage ist nur, wofür setze ich die Kamera ein?“

Fotoapparate

Foto: Martin Rehm

Fotoapparate

Foto: Martin Rehm

• Leichtes Plastikgehäuse
• Großer optischer Zoombereich
• Schwenkbares Display
• Schneller Autofokus
• Überzeugende Bildqualität

Bridge-Kamera für den fortgeschrittenen Nutzer, dem eine ­Spiegelreflexkamera für unterwegs zu groß oder zu schwer ist.

Trends und Entwicklung

Die Branche hat für nahezu jeden Bereich passende Kameras entwickelt. Nischenprodukte bieten Verbrauchern die Möglichkeit, ihren Spaß an Bildern aus unterschiedlichen Perspektiven auszuleben. Dafür bieten Hersteller ein breites Spektrum an: Angefangen bei der Unterwasserfoto­grafie über Geräte, die an Fahrradhelmen und Lenkstangen ­befestigt werden können, sowie Football- oder Drohnen­kameras bis hin zu Katzenkameras, die zum Beispiel Beutezüge aus Sicht des Tiers aufnehmen.

Fotoapparate

Foto: Martin Rehm

Fotoapparate

Foto: Martin Rehm

• Kleine Tasten
• 20fach optischer, 40fach digitaler Zoom – bei diesen Zoom­stufen scharfe Bilder zu bekommen, ist allerdings schwer
• Dauert lange, bis sie einsatzbereit ist
• Bildqualität gut
• WiFi-fähig: Fotos direkt an PC oder Drucker übertragbar

Sehr gute Allround-Kamera, die man in die Hosentasche stecken und überallhin mitnehmen kann.

Der Verbraucher professionalisiert sich

Laut Photoindustrie-Verband gelang den Action-Cams 2012 im Verkauf ein Achtungserfolg. Zwar werden die Spezialcams als Nischenprodukt verkauft, sie unterstreichen aber den Trend unter Verbrauchern, sich zu professionalisieren. Dem Verband zufolge gingen 2012 die Verkäufe bei Multimediacams und Kompaktkameras mit geringem Zoombereich zurück, während der Verkauf von digitalen Spiegelreflexkameras und kompakten Systemkameras anstieg. „Die Leute wollen Qualität haben“, betont Constanze Clauß.

Fotoapparate

Foto: Martin Rehm

Fotoapparate

Foto: Martin Rehm

• Neuartige Bedienung via Betriebssystem Android
• Gewöhnungsbedürftig – man sucht Tasten am Gehäuse
• Durchschnittliche Bildqualität; GPS-integriert
• Schick, aber unhandliche Größe; riesiges Display
• Vielfältige Bearbeitungsmöglichkeiten durch Apps und ­Weiterleitung der Bilder via WLAN

Für Menschen, die die Möglichkeiten von Apps nutzen wollen. Mit Sicherheit zukunftsweisend.

Kompaktkamera mit immer mehr Features

Im hochwertigen Kompaktkamera-Sektor hat sich einiges getan. Teilweise verfügen die Geräte über eine GPS-Funktion, die den Aufnahmeort des Bilds speichert. Mittels WiFi können Fotos übertragen werden, und eine intelligente Automatik analysiert, ob gerade ein Gesicht, eine Landschaft, innen oder außen, bei Tageslicht oder im Dunkeln fotografiert wird. Manche Kompaktkameras punkten mit einem besonders guten Teleobjektiv. Sie sind handlich, leicht und lassen sich in der Jackentasche verstauen. An der Bildqualität ist bei den hochwertigen Geräten wenig zu beanstanden.
Wer ab und zu manuelle Korrekturen vornehmen möchte, könnte zu einer Bridge-Kamera greifen. Sie ist größer als eine Kompaktkamera, besitzt aber auch nur ein festes Objektiv. Viele Modelle verfügen über einen großen Zoombereich und wirken mit Bewegungsstabilisatoren der Verwacklungsgefahr bei größeren Brennweiten entgegen. Je nach Modell können die Bridge-Kameras sogar mit Spiegelreflex- beziehungsweise kompakten Systemkameras konkurrieren.

Die von uns getesteten Kameras sind alle bei Conrad Electronic – Kunde der Willmy MediaGroup – bequem unter conrad.de erhältlich. (Foto: Martin Rehm)

Kompakte Systemkamera vs. Spiegelreflex

An keinem anderen Kameratypus ist der Verbrauchertrend deutlicher erkennbar als bei den kompakten Systemkameras. Sie verfügen über einen relativ großen Bildsensor, der auch bei schlechten Lichtverhältnissen eine gute ­Fotoqualität verspricht, sind aber deutlich kleiner und leichter als Spiegelreflexkameras. Zahlreiche Wechselobjektive und manuelle Einstellungen ermöglichen dem Nutzer einen großen kreativen Spielraum. Aufgrund des größeren Bildsensors macht die Spiegelreflexkamera bei schlechteren Lichtverhältnissen noch immer die besseren Bilder – für einen normalen Verbraucher sind diese Unterschiede jedoch marginal. Mit ihrem schwereren Gewicht und größerem Korpus liegt sie völlig anders in der Hand als die kompakte Systemkamera.

Das Familienunternehmen Conrad nutzt GeCONT-Module der IRS zur Produktion der gedruckten B2B- und B2C-Kataloge sowie postalischer Mailings in verschiedenen Sprachen. Die Module verknüpfen das vorhandene Produktinformationsmanagement-System optimal mit InDesign und straffen so den gesamten Produktionsprozess. Die hohe Automatisierung der Seitenproduktion, der reduzierte Einsatz externer Agenturen und die einfache Bedienbarkeit ermöglichen es, Kosten einzusparen. Damit bildet GeCONT die Basis für zukunftsorientiertes Katalogmanagement in Zeiten, in denen das One-to-One-Marketing und die Cross-Channel-Kommunikation immer wichtiger werden und gedruckte Medien ihren Charakter verändern müssen.

Auf das Handling kommt es an

Ob es am Ende eine Kompakt-, eine Spiegelreflex- oder eine Systemkamera wird, hängt davon ab, welche Ansprüche man an das Gerät stellt. Soll es über einen großen Zoombereich verfügen, besonders schnell auslösen, um kurze Momentaufnahmen einzufangen, oder trotz einfachster Bedienung hervorragende Bilder erzeugen? Bei der Suche nach dem passenden Gerät vertrauen viele Menschen auf persönliche Empfehlungen, Testergebnisse oder besondere Features. Neben diesen Punkten sei jedoch das Handling entscheidend, hebt Constanze Clauß hervor: „Es ist wichtig, die Kamera in die Hand zu nehmen und zu schauen: Ist sie für mich angenehm? Komme ich mit der Menüführung klar? Denn letztendlich muss ich mit dem Modell fotografieren.“
Mit der Einführung der Digitalfotografie, der Smartphones und Sozialen Netzwerke hat sich das Fotografieverhalten verändert. Flüchtige Momente werden festgehalten, um sie ­beispielsweise unmittelbar mit Freunden und Familie zu ­teilen. Gleichzeitig gibt es Situationen, die in ihrer ganzen Schönheit, möglichst perfekt, eingefangen und konserviert werden wollen: der Sonnenuntergang hinter einer Hütte in den Bergen, der Klatschmohn auf einer Sommerwiese oder ein Boot, das gerade am Horizont verschwindet. In solchen Situationen können Smartphone-Kameras eine vollwertige Kamera (noch) nicht ersetzen.

Kristina Taube/Kameratest: Martin Rehm. Wir bedanken uns bei unserem Kunden Conrad Electronic, der die Kameras zur Verfügung gestellt hat.

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