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HINTERGRUND

Roter Teppich für Medienschaffende

Die Informations- und Kommunikationswirtschaft ist die wichtigste Wachstumsbranche in Berlin, vor allem dank der neuen Medien.

Roter Teppich für Medienschaffende

Die Informations- und Kommunikationswirtschaft ist die wichtigste Wachstumsbranche in Berlin, vor allem dank der neuen Medien.

Millionen schauen auf Berlin, wenn Hollywoodstars im Blitzlicht stehen. Doch auch abseits des roten Teppichs hat sich die Hauptstadt zur Medienmetropole von europäischem Spitzenrang entwickelt, die digitale Kreativwirtschaft boomt.

Anne Will, Günther Jauch, Maybrit Illner und Frank Plasberg – sie alle erreichen mit ihren Talkshows ein Millionenpublikum, und sie alle senden regelmäßig aus Berlin. Doch nicht nur sie, auch viele andere Medienschaffende haben ihren Sitz in der Hauptstadt. Darunter sind der Axel-Springer-Konzern mit Zeitungen wie der „Welt“ und der „Bild“, zahlreiche Filmproduzenten, mehrere Fernsehsender und viele Musik-Unternehmen. Die Metropole ist ein bedeutender Medienstandort, der neben Journalisten auch Filmschaffende, Internetexperten, Games-Entwickler und viele andere Kommunikations-Kreative anzieht.

Kompetenz aus der ganzen Welt

Dabei ist natürlich wichtig, dass Berlin Regierungssitz und damit Zentrum des politischen Geschehens ist. Die Nähe zum Kanzleramt und dem Bundestag ist für viele Medien unverzichtbar. Doch das ist nicht alles. Noch immer sind in Berlin die Produktionskosten, Mieten und Lebenshaltungskosten gerade im Vergleich zu anderen internationalen Metropolen gering. Hinzu kommt das Image als offene und pulsierende Stadt. Das alles wiederum zieht Kreative aus der ganzen Welt an und sorgt so für einen großen Pool qualifizierter Mitarbeiter in verschiedensten Branchen. Wer zur Umsetzung seiner Idee gute Leute sucht, muss sich nicht lange umschauen. In Berlin können sich potenzielle Arbeitgeber und Arbeitnehmer, Auftraggeber und Auftragnehmer schnell persönlich treffen, Ideen austauschen und ihre Pläne besprechen. Das gilt für kleine Start-up-Unternehmen genauso wie für Großereignisse wie die Internationalen Filmfestspiele Berlin, den Echo-Award und die Internationale Funkausstellung.

Insgesamt 18 nationale und internationale TV-Sender betreiben in Berlin Hauptstadtstudios – viele Serien und große Shows werden hier produziert. (Foto: Jens Oellermann)

Wichtigste Wachstumsbranche

Das „Cluster Medien, Kreativwirtschaft und Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT)“ – der Fachbegriff für den Medienstandort – ist nach Angaben des Medienboards Berlin-Brandenburg das wichtigste Wachstumsfeld der Hauptstadtregion: Schon jetzt arbeiten hier rund 300.000 Menschen in etwa 37.000 Unternehmen aus diesen Branchen. Zusammen erwirtschafteten sie im Vorjahr Umsätze von rund 27 Milliarden Euro. Ein klassisches Segment sind dabei die Verlage. In der aktuellen Standortbroschüre 2012 „Medien- und Kreativwirtschaft in Berlin-Brandenburg“ wird nämlich auch betont, dass die Hauptstadtregion der bedeutendste Verlagsstandort Deutschlands ist: 300 Buch- und 500 Presseverlage sorgen für einen Gesamtumsatz von über 4,9 Milliarden Euro im Jahr und beschäftigen etwa 38.000 Mitarbeiter.

Bei mehreren TV-Shows ist es möglich, als Zuschauer live dabei zu sein – zum Beispiel:

„Günther Jauch“
Infos zum Kartenerwerb im Internet unter:
daserste.ndr.de/guentherjauch > Kontakt & Service > Zuschauerkarten

„Anne Will“
Karten im Internet unter: tvtickets.de

„Maybrit Illner“  
Karten unter Telefon 06131 7012136; per Post: ZDF, Zuschauerredaktion, 55100 Mainz; per E-Mail: veranstaltungen@zdf.de

Bustour mit Filmausschnitten
Einen Überblick über Drehorte in Berlin  gibt die Videobustour „Filmstadt Berlin – Das rollende Kino“, bei der auf Monitoren die entsprechenden Filmausschnitte gezeigt werden. Telefon 030  44024450, videobustour.de

Studio Babelsberg
Gruppen mit mindestens acht Teilnehmern können sich zu einer Tour über das traditionsreiche Studiogelände in Potsdam anmelden. Die Anmeldung muss mindestens  14 Tage im Voraus erfolgen. studiobabelsberg.com > Public Relations > Studio Tour

Filmpark Babelsberg
Der Freizeitpark in Potsdam liegt neben dem Filmstudio Babelsberg und bietet verschiedene Attraktionen und Shows. filmpark-babelsberg.de

Medienstandort Adlershof
Der Wissenschafts-, Wirtschafts- und Medienstandort im Süden Berlins bietet unter anderem eine Tour an zum „Fernsehen aus Adlershof: Vor und nach 1989“. Telefon 030 63922296, adlershof.de/fuehrungen

Fernsehturm
Wer die Besucherschlangen umgehen will, bucht die Tickets vorab online: tv-turm.de

Über 300 Filme im Jahr

Die Filmbranche ist ebenfalls seit langem fest mit der Stadt verbunden. Immerhin fand die erste öffentliche Filmvorführung Europas in Berlin statt, und das Studio Babelsberg wurde vor 100 Jahren gegründet. „Der Filmstandort Berlin-Brandenburg ist einer der ältesten und traditionsreichsten, aber auch einer der spannendsten und populärsten“, sagt Kirsten Niehuus, Medienboard-Geschäftsführerin Filmförderung. „Hier tummeln sich Stars und Sternchen aus der ganzen Welt, auch internationale Regisseure schätzen die Hauptstadtregion.“ Wer einen Film drehen will, findet genügend Autoren, Schauspieler und Komponisten und kann zwischen verschiedenen Studios und zahlreichen anderen Drehorten wählen. Außerdem gibt es in der Region wichtige finanzielle Förderungen wie die vom Medienboard, das im Jahr 2011 Film- und Kinoprojekte mit 24,3 Millionen Euro unterstützt hat. Daher kommt es in Berlin öfter vor, dass eine Straße für Dreharbeiten gesperrt ist. Catering-Wagen stehen bereit, Scheinwerfer erhellen die Hausfassaden und immer wieder ist ein Schauspieler zu sehen. Manchmal sogar Superstars wie Brad Pitt oder Matt Damon. Schließlich entstehen in der Hauptstadtregion jedes Jahr mehr als 300 Filme, darunter auch viele Hollywood-Produktionen wie „Die Bourne Verschwörung“ oder „Unknown Identity“.

Von Soap bis Show

Ähnliches gilt für das Fernsehen. Neben Talk-Sendungen „Made in Berlin“, wie die von Günther Jauch und Anne Will, haben 18 nationale und internationale Sender Hauptstadtstudios in Berlin. Sender wie N24, MTV und VIVA legten gleich ihren Hauptsitz dorthin. Außerdem werden knapp 30 Prozent der deutschen TV-Serien wie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ in der Region hergestellt; große Fernsehshows wie „The Voice of Germany“ kommen dazu. Insgesamt arbeiten in diesem Bereich rund 2.000 Unternehmen, die laut Medienboard einen Umsatz von mehr als zwei Milliarden Euro jährlich erwirtschaften.

Start-up-Mekka

„Der Film- und Medienstandort Berlin-Brandenburg entwickelt sich sehr schön“, sagt Elmar Giglinger, Medienboard-Geschäftsführer Standortmarketing. „Besonders dynamisch ist derzeit vor allem die Entwicklung in der digitalen Kreativwirtschaft. Die Hauptstadtregion ist mittlerweile unbestritten das digitale Zentrum und die Gründerhochburg der Republik.“ Nirgendwo sonst entstünden so viele neue Unternehmen im Bereich Social Media, Mobile Business und weitere Web-Angebote. Allein im Jahr 2011 kamen demnach mehrere hundert neue Firmen hinzu. „Zahlreiche Start-ups haben sich für die Hauptstadtregion als Gründungsheimat entschieden und deren Ruf als „Start-up-Mekka“ gefestigt!“, sagt Elmar Giglinger. Dabei setzt auch die Games-Industrie von Berlin-Brandenburg aus vermehrt neue Trends. Die Branche verzeichnete in den vergangenen zehn Jahren mit über 140 Prozent das bundesweit stärkste Wachstum – kein anderer Standort hat laut Medienboard eine so dichte und vielfältige Games-Infrastruktur. Elmar Giglingers Fazit: „Auf europäischer Ebene kann da nur London konkurrieren. Wir sind die kreative Metropole und das internationale Zentrum weit über das Bundesgebiet hinaus.“

Mit der Eröffnung einer Hauptstadt-Dependence hat die Geneon media solutions ihren Entwicklungsbereich erweitert und setzt noch intensiver auf Innovation für neueste IT-Lösungen. Darüber hinaus ermöglichen die Loftbüros im Stadtteil Friedrichshain größere Kundennähe, insbesondere zu den öffentlichen Trägern in Berlin. Um eine optimale Kommunikation mit dem Stammhaus in Nürnberg zu gewährleisten, sind alle Arbeitsplätze und Konferenzräume mit modernsten Videokonferenzsystemen ausgestattet.

(Foto: Geneon media solutions GmbH)
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